Sommerfest 2002

Es begab sich zum dritten Mal, dass die mittlerweile 15 Krieger aus dem 10. Clan der Dornicker Schützen auszogen, um das traditionelle Ritual – genannt Sommerfest – das sich alle 12 Monde wiederholen sollte, in aller Ruhe und Gemütlichkeit zu vollziehen. Doch es kam auch dieses anders: Nachdem sich 3 tapfere Helden bereit erklärt hatten, das Zelt schon um drei Uhr aufzubauen, wurde der Rest des Ritualplatzes um sieben Uhr vorbereitet. Nachdem auch die späteren Opfer des Grills beschafft wurden, trafen auch die restlichen Recken, die mit allerlei Durst und Flaschenöffnern bewaffnet waren, ein. Dieses Jahr sollte es dann auch sein, dass alle Mitglieder des Clans – wenn auch durch Krankheit geschwächt – an diesem Fest teilnehmen sollten.
Um das Ritual auszuführen, wurde das erste der zwei besorgten Fässer angeschlagen. Zu späterer Stunde wurden dann die zeremoniellen braunen kleinen Wunderflaschen geköpft. Es wurden dieses Jahr auch zusätzlich andere spirituelle Getränke-Flaschen besorgt. Danach wurde zur Stärkung der Krieger ein Feuer entzündet, auf dem die Opfer bereitet werden sollten. Diese Aufgabe übernahm wie auch im letzten Jahr unser den Tieren das Fell überziehender, mit dem Beil schwingender Chefkoch Sascha (dem wir an dieser Stelle danken möchten; es war sehr lecker). Nach der Opferung wurden spirituelle Gesänge angestimmt (Magdalena, The time of my life, Guantanamera, Country Road, ...). Unter dem Einfluss von reichlich Hopfentee und anderen Spirituos... äähhhh spirituellen Getränken versetzten sich unsere Helden in einen Zustand des glücklichen Feierns. Schließlich kam der Höhepunkt des diesjährigen Festes. Wir entfachten ein Freudenfeuer und verbrannten alles Mögliche. Als dieses Ritual vollzogen war, wurde der Abschlussgesang angestimmt (schade, dass sich keiner an die Worte des Gesanges erinnern kann).
Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit, wie wir uns das erhofft hatten. Also musste alles im Zelt stattfinden. Einige setzten sich auf Ketschupflaschen, andere begannen eine Bierschlacht. Als es zwischendurch trocken wurde, begannen ein paar Wenige Fußball zu spielen. Was bestimmt nicht wiederholt wird, da es doch ein wenig glatt auf dem nassen Rasen war. Wir begnügten uns schließlich mit ein paar Getränken und guter Musik.
Als es nun galt, den Ritualplatz zu säubern waren Mal wieder – wie durch Zufall – die Hälfte der Krieger verschwunden. In einer trockenen Stunde begannen wir, das Zelt abzubauen. Als es dann Zelt weg war, ließen wir es uns doch nicht nehmen, noch die ein oder andere Flasche zu köpfen. Alles in allem haben es die meisten aber ohne bleibende Schäden geschafft, auch dieses Sommerfest zu überstehen. Aber wir mussten nicht traurig sein, dass der Abend zu schnell vorbei war, denn am nächsten Samstag folgt die Nachfeier.